Am Bahndamm

Es sind viele Bilder - bitte etwas Geduld …

Das Folgende liest sich am besten auf einem großen Bildschirm. Wenn der Schirm schmaler ist als 760 Pixel (zum Beispiel beim Handy), werden Kommentare und Randnotizen eingeklappt. Sie können durch Anklicken des ⊕-Zeichens (eingekreistes Plus) oder auf die (hochgestellten) Verweisnummern angezeigt werden. Zoomen geht für die Bilder natürlich immer.

Am Bahndamm

Hans Werner Müller

19.06.2017



Einleitung

So mag es sich mancher vorstellen…

Die Leute, die gerne Eisenbahnlinien und Eisenbahnen fotografieren, nennen sich selbst im Scherz Dampfschnüffler und Schienenküsser. Ich dagegen bin ein Nekro-Dampfschnüffler - die beiden Bahnlinien, Schwarzenbek-Trittau-Bad Oldesloe und Trittau-Hamburg die ich hier fotografiert habe, gibt es nicht mehr. Sie sind seit vielen Jahren stillgelegt; die Schienen und Anlagen entfernt, die Stationsgebäude und Streckenwärterhäuschen abgerissen oder zu Wohn- und Wirtschaftsgebäuden umgebaut worden. Natürlich blieben Brückenbauten und ähnliches erhalten. Die Bahntrassen wurden dann mehr oder weniger zu Fahrradwegen ausgebaut.

Ich bin auf das Thema durch Fahrradfahrten und Spaziergänge auf den ausgebauten Wegen gekommen. Für mich gehören diese Wege zum Naherholungsbereich, weil ich in Ahrensburg wohne. Einen Fotoapparat habe ich - wenigstens bei solchen Gelegenheiten - immer dabei. Irgendwann merkte ich, dass sich doch eine ganze Reihe von Bildern gesammelt hatten - inzwischen war ich in den meisten der an den Bahnlinien liegenden Orte. Das waren: Bad Oldesloe, Brunsbek, Damker, Dwerkaten, Glinde, Grönwohld, Hamfelde, Hoisdorf, Langenlohe, Lütjensee, Möhnsen, Mollhagen, Siek, Schwarzenbek, Trittau. Zur Abrundung bin ich noch gezielt an die Endpunkte der beiden Trassen gefahren: Schwarzenbek, Bad Oldesloe und Glinde (ja, ich weiß, dort gings noch weiter bis Hamburg, aber für mich endete in Glinde die Trasse am Spielplatz einer Kita). Übrigens fing die ganze Unternehmung in Trittau an …

Das war schon eine Menge Material. Ich habe dann gelernt, was die Linien waren, wer sie betrieben hat und was sie jetzt für eine Bedeutung haben.

Ich denke, ein eBook mit solchem Mix an Bildern und Text bezeichnet man am besten als Fotoessay. Der Schwerpunkt liegt jedenfalls auf den Bildern. Die sind zwischen Anfang 2016 und Mitte 2017 entstanden. Bis auf die ersten beiden Bilder (Straßenschild und Telekomhäuschen-Dampfzug aus Mölln), die Karten und einige alte Schwarz-Weiß-Bilder von der Webseite des Kreises Stormarn sind sie von mir auf oder an den beiden Bahnlinien genommen worden (Jaaa, die leidige Urheberschaft). Also - falls jemand die Bilder für nicht kommerzielle Zwecke verwenden möchte, kann er das gerne tun (ich bitte dabei um Nennung meines Namens und Copyrights und um einen Beleg). Falls anderes geplant sein sollte, bin ich über die E-Mail-Adresse meiner Website muella7 zu erreichen, um Näheres zu diskutieren. Und noch eines: Ich habe nicht alle abgebildeten Personen oder die Objekteigentümer um eine Fotografiererlaubnis fragen können - auch bei den Copyrights einiger der verwendeten Bilder bin ich im Zweifel. Falls Bedenken gegen diese Veröffentlichung bestehen, bitte ich um Nachricht, damit ich das betreffende Bild entferne.

Thematisch habe ich zwischen den Bahnlinien selbst, ihrer Nutzung, ihrem Inventar und den Bahnüberresten und - wie es der Titel “Am Bahndamm” versucht auszudrücken, dem Drumherum getrennt. Dieses “Am Bahndamm” erstreckt sich entfernungsmäßig von “direkt-an-der-Trasse-gelegen” bis zu “sagen-wir-fünf-Minuten-fußläufig”. Das sind dann Bilder von der Landschaft, anliegenden Gebäuden und sonstigen Auffälligkeiten. Trotzdem sind auch das häufig ganz gewöhnliche Objekte - das ist mit dem Thema verbunden.

Alle sind aber visuell interessant - versteht sich. Darauf kam es mir an: Es sollten interessante Bilder sein. Ich lege insofern keinen großen Wert auf exakte Dokumentation. Fotos sind schon wegen ihrer technischen Herleitung mehr oder weniger stark bearbeitet; dazu kommen Ausschnittwahl und Perspektive, die Tages- und Jahreszeiten mit ihren unterschiedlichen Lichtstimmungen, das Wetter und so weiter. Eine objektive Darstellung ist da nur schwer möglich. Siehe zum Beispiel Wikipedia. Immerhin können diese Faktoren aber genutzt werden, die Bilder ansprechender und interessanter zu gestalten.

Zum Thema “Stormarner Bahnlinien” gibt es viele Bilder (und andere Materialien, siehe in Anlage 1 eine Liste der Produzenten): von Eisenbahnfreunden (aktuelle und alte Schwarz-Weiß-Aufnahmen) und dann die ganzen Marketingmaterialien. Mir persönlich gefallen am besten die historischen Fotos mit posierenden Akteuren. Und davon abgeleitet die Schautafeln des Kreises. Trotz der offensichtlichen Drapierung wirken sie auf mich als authentisches Relikt aus der Zeit. Aber da ist es wieder - wat dem ehnen sin Uhl is, is dem andern sin Nachtigall …

Es sollte auch ein eBook In einem eBook-Reader zum Beispiel mit eInk-Bildschirm kommen Farbbilder nicht besonders gut zur Wirkung. werden, bei dem ich die Aufmachung selbst bestimmen konnte und das von einer Website zu lesen ist. Am besten sind dafür zur Zeit HTML- oder PDF-Files geeignet. In seinem Stil ist es angelehnt an Vorschläge von Edward Tufte; Randnoten, Kommentare, Verweise, Bilder, Grafiken und so weiter werden gerne verwendet. Siehe als Beispiel “Beautiful Evidence” Das ist in Anlage 2 beschrieben.

Viel Spaß beim Beschauen und Lesen wünscht

bd_OLY52083_dxo_1 der Meister persönlich …

Die alten Trassen

Karten der Bahnlinien und der daraus entstandenen Radfahrwege

3 Karten

Links oben zeigt eine Streckenkarte der Reichsbahn von 1937 “Nur für den Dienstgebrauch” ist auf der Karte vermerkt :-) noch die beiden Verbindungen zwischen Schwarzenbek und Bad Oldesloe sowie zwischen Trittau und Tiefstack. Die beiden anderen Karten - erstellt mit einem Programm der Tourismus-Agentur Schleswig-Holstein GmbH “Der echte Norden” - enthalten in Rot die aus den Eisenbahnlinien entstandenen Fahrradwege. An einigen Stellen sind die Trassen nicht ausgebaut - die Fahrradwege laufen dann irgendwo auf normalen Straßen weiter.

Die Schwarzenbek/Bad Oldesloe-(über Trittau)-Verbindung war eine Teilstrecke der Königlich-Preußischen Staatsbahnen zwischen Berlin und Kiel von 1887.

Fahrplan_1926 Ein Fahrplan von 1926, Dank an ‘willem’

Ziele des Baus waren Hamburg zu umrunden und schnell Kiel zu erreichen. Die Strecke ist relativ gerade und mit geringen Steigungen geführt. Die Ortschaften wurden nur am Rande berührt.

Allerdings wurde bald eine andere Verbindung nach Kiel über Ratzeburg Die sog. Kaiserstrecke; Wilhelm II. wollte halt schnell seine Flotte und seine Hochseejacht erreichen. gebaut, sodass die Strecke über Trittau an Bedeutung verlor. Die Strecke wurde in den 1970er Jahren im Zuge des Autobahnausbaus Hamburg/Berlin unterbrochen; Güterverkehr war noch eine Zeit lang auf den “Rumpfstrecken” möglich Eine Kosten-Nutzen-Analyse der Bundesbahn hatte den Bau einer neuen Autobahnbrücke als unwirtschaftlich gesehen. (Siehe Deutscher Bundestag Drucksache 10/1932). - diese Strecken wurden schrittweise von 1976-1984 stillgelegt.

Die Trasse Trittau/Tiefstack wurde vom damaligen Kreis Stormarn zur Erschließung des Kreisgebietes Man muss dabei sehen, dass die Kreisgrenzen bis zum Groß-Hamburg-Gesetz 1937 andere als heute waren, auch war zum Beispiel Wandsbek noch Sitz der Kreisverwaltung - der Kreis war wesentlich größer. für den lokalen Personen- und Güterverkehr angelegt. Die Kurvenradien waren enger und die Ortschaften wurden besser bedient.

ssk Auch hier ein Fahrplan.

Ein wirtschaftlicher Erfolg war sie jedoch nur am Wochenende für den Ausflugsverkehr von Hamburg und während der Erntezeit. Eigentlich nur während der Rübenkampagne. Auch kam die Konkurrenz zunächst durch Busse bald in Gang (So sieht es heute aus - es besteht ein dichtes Netz von Busverbindungen). HVV_Tarifplan ÖPNV

Als ich begonnen hatte, mich mit dem Thema zu befassen, habe ich mich auch gefragt, warum der damalige Kreis seine Bahn gebaut hatte. War es ein Analogon zum Bau von regionalen Flugplätzen? Aus heutiger Sicht schwer zu sagen - andere motorisierte Verkehrsmittel gab es damals halt nur in ganz geringem Umfang. Und die kommende Massenmotorisierung (PKW, LKW, Busse) war für Lokalpolitiker wohl kaum vorherzusehen.

Jedenfalls haben die Eisenbahnen verloren.

Die Stilllegung wurde schon in den 1930er Jahren diskutiert und beschlossen, aber der Zweite Weltkrieg und die Ansiedlung von Rüstungsindustrie und eines Wehrmachtsdepots in Glinde ließen sie zunächst fortbestehen. Der Personenverkehr zwischen Trittau und Glinde wurde 1952 eingestellt und die Trasse in den folgenden Jahren abgebaut. Einem Ondit zufolge sollen das rollende Material und Schienen nach Südafrika verkauft worden sein.

Solche ehemaligen Bahnstrecken haben ihre Probleme - so durch Belastung mit Unkrautvertilgungsmitteln und sonstige “Bahnchemikalien”. Warum findet man wohl immer noch halbwegs intakte Bahnschwellen? Außerdem ist der Untergrund durch die jahrzehntelange Berüttelung mit schwerem Gerät stark verdichtet. Auch bei den Fahrradwegen war ich an manchen Stellen unsicher, ob der (alte) Asphalt nicht Pech enthält.

Aber es wurden “freie” Grundstücke … Der Kreis Stormarn hat auf seinem Gebiet große Teile der Trasse Schwarzenbek/Bad Oldesloe gekauft (die Trasse Trittau/Glinde verblieb sowieso in seinem Besitz). Auf dem nun neu zur Verfügung stehenden Land wurde gebaut. So entstanden zum Beispiel auf dem Bahnhofs- und Gleisgelände in Trittau Wohnhäuser (siehe als Beispiel die Karten unter “Bahnhöfe”). Eine Bebauung findet man auch sonst überall auf den Strecken. Die wesentliche Folgenutzung war aber der Umbau zu Radfahrwegen.

Damit wurde in den 1950ern begonnen; einen zweiten Schub gab es in den 1990ern. Ein Radverkehrskonzept wurde erstellt und 2012 weiterentwickelt ( Fahrradfreundliches Stormarn ). In diesem Zusammenhang ein hübsches Stück Verwaltungsprosa (Auszug aus einer damaligen Pressemitteilung): “Der Kreis Stormarn erreicht, bewertet durch diese Weiterentwicklung des Radverkehrskonzeptes mit Schaffung dieser ganzheitlichen transparenten flächendeckenden Wegweisung, eine maßgebliche Qualitätssteigerung für den Radverkehr bei gleichzeitiger Erschließung zusätzlicher bisher nicht genutzter Radverkehrspotenziale. Damit wird im Kreis Stormarn die klimaschutzfreundliche Mobilität zu Gunsten der Verkehrsmittelwahl Fahrrad gegenüber dem motorisierten Individualverkehr gefördert.” In den letzten Jahren ist noch der Klimaschutz als besonderer Nutzen (sprich für die finanzielle Förderung aus entsprechenden Töpfen) hinzugekommen. Dies alles kann man unter Tourismus-Stormarn finden (wenn man denn ein wenig sucht).

Die beiden Bahntrassen sind 69,9 km lang; die beiden darauf verlaufenden Radfahrwege innerhalb Stormarns 41 km. Das gesamte Radwegenetz in Stormarn soll dagegen eine Gesamtlänge von rd. 500 km besitzen … Der Teil innerhalb des Kreises Herzogtum Lauenburg mag um die 20 km umfassen - dort sind größere Teile der Trasse nicht als Radwanderweg ausgebaut.

Wege

Und damit sind wir bei den Fahrradwegen auf den alten Trassen angekommen.

Wie es so schön heißt: “Die Vorteile dieser Radwege für Radfahrer sind die geringen und stetigen Steigungen, die nur in Ausnahmefällen über 2 Prozent und maximal 4 Prozent erreichen, und die großen Kurvenradien. Wikipedia Ja, sicher. Aaaber - so reizvoll diese Strecken nun ja, radfahrtechnisch sind, fotografisch gibt es Probleme mit den Wegen, eben weil sie relativ grade verlaufen, kaum Steigungen aufweisen und so weiter - will sagen, es wird nun ja, bildtechnisch langweilig. Man muss sich auch andere Aspekte heraussuchen …

Nun, zunächst einmal die

Phänotypen

Ah_NI6_2475_0 Wege

Man beachte die Ausrichtung der Wege, die Symmetrie des Bildaufbaus und die farbliche Abstimmung der Komponenten :-)

Noch besser kommt ein Set in Grün: Die Bildersets sind übrigens mit dem Programm PictureCollageMakerPro angefertigt; einer Software der Fa. PearlMountain. Man kann Größen, Formen, Anordnung, Rahmen, Hintergrund und so weiter beeinflussen - oder das Programm innerhalb von Vorgaben selbst werken lassen. Manchmal kommen bei diesen Zufallseinstellungen ganz interessante Anordnungen heraus. Meistens muss man aber noch mal “Hand anlegen”…

Wege3 Grüüün

Nun, das

Fahrbahnmaterial

der Wege ist natürlich von entscheidender Wichtigkeit für das Fahrerlebnis. Ich zitiere wieder: “Die besondere Kreuzungsfreiheit einer bestehenden Trassenführung ist durch die Umwandlung normalerweise nicht betroffen, so dass der Radweg die Eigenschaften eines Radschnellwegs bekommt, wenn er zusätzlich asphaltiert ist.” Wikipedia

Der Fahrradweg in den beiden folgenden Abbildungen ist insofern mit Asphalt versehen:

bd_NI6_2702_dxo_1 Brunsbek

Ah_O12X1033_dxo_1 Lütjensee

… und Huiiii …

Hui Trittau

An einigen Stellen wurde die oberste Asphaltschicht mit ockerfarbenem Split bestreut: Angestrebt wurde eine bessere Einpassung in die Landschaft und geringere Aufheizung der Fahrbahndecke. Man achte bei allen Aufnahmen auf dieses Detail!

Im nächsten Bild haben wir Beton als Fahrbahndecke. Es möchte sein, dass man dort jetzt ebenfalls Asphalt findet, weil zur Zeit der Aufnahme Ausbesserungsmaßnahmen vorbereitet wurden. Tja, es ist eine Autobahnbrücke. Das dazugehörige Bild zeigt den Blick auf die Autobahn.

Wege4 Glinde

Was lehrt uns diese (noch bestehende) Brücke - sagen wir, im Vergleich zu der nicht zustande gekommenen Brücke auf der Schwarzenbek/Bad Oldesloe-Strecke? Es kommt darauf an, wer der Betreiber einer Bahnlinie war, was ein Neubau kostet, wie die Unterhaltungskosten geteilt werden, wie man den Nutzen bewertet und so weiter. Für die Bundesbahn war Schwarzenbek/Bad Oldesloe nur eine unbedeutende Nebenstrecke. Für den Kreis Stormarn mag die bestehende Brücke eine essenzielle Verbindung im Kreisgebiet sein. Obwohl - allzu viel Verkehr führt heutzutage wohl nicht über die Brücke. Hoffen wir, dass sie solide gebaut wurde und noch lange hält.

Pflasterung gibt es auch - meistens im innerörtlichen Bereich.

ah_OLII0261_dxo_1 Mollhagen

Aber auch am Ortsausgang wie in Grönwohld. Hier verläuft der jetzige Fahrradweg links neben der Ex-Bahntrasse. Diese Kombination “Straße/Weg neben Bahnlinie” gibt es häufig.

Ah_O12X1381_dxo_1 Grönwohld

Man findet natürlich auch unbefestigte Wege. Hier als Beispiel auf einer noch nicht allzulange von den Schienen befreiten Strecke in Glinde. Daneben verläuft aber eine Straße, sodass Radfahrer nicht im Vorankommen gebremst werden.

Wege5 Glinde

Der Schwerpunkt eines Bildes mag nicht nur im Fahrbahnmaterial liegen, auch ein Blick in die Höhe ist mitunter lohnenswert. Das Ganze gewinnt dann, das Auge wandert mit …

bd_NI6_2698_dxo_1 Brunsbek

Bahn-“Damm”

Natürlich will die Einbindung der Trasse ins Gelände beleuchtet sein. Beide Linien hatten ja, sagen wir, ganz erhebliche Höhenunterschiede zu überwinden - besonders um Trittau und Lütjensee herum. Das Stichwort lautet “Stormarnsche Schweiz”.

Hier zum Beweis eine (ältere) Postkarte. Man beachte die Beschriftung am oberen Bildrand.

Postkarte Lütjensee

Die Form des Ex-Bahndamms variiert also.

Manchmal ist er kaum von der Umgebung zu unterscheiden. Ein niedriger Damm, grade mal geeignet, um als Unterlage der Schwellen und der Schienen zu dienen oder um ein wenig aus dem feuchten Untergrund zu ragen.

Ah_O12X0623_dxo_1 Siek

Manchmal ist es ein Einschnitt in die Umgebung oder eine leichte Erhöhung.

Damm1 Grönwohld, Lütjensee

Um die schweizerische Anmutung zu überwinden, waren jedoch Hooohe Dämme nötig:

Ah_O12X1078_dxo_1 Lütjensee

OLY90694_2 Hamfelde

Die “Hochtrasse” in der Nähe von Hamfelde, mit der die Bille-Niederung durchquert wird, ist inzwischen von Bäumen und Büschen überwachsen. Der Radweg verläuft “ebenerdig” direkt daneben. Vielleicht entwickelt sich darauf einmal ein schmaler, aber lang gestreckter Wald aus einheimischen Bäumen …

Reparaturen und Ausbau

Wie schon am Beispiel der Autobahnbrücke ausgeführt, werden die Wege kontinuierlich gepflegt und repariert. Im Bildbestand finden sich auch Bilder von kleineren Reparaturen - aber Asphaltflicken mit etwas Abdecksand auf Asphaltdecke sind nicht sehr dekorativ … Hier die Zufahrten der Brücke.

Absperrung2 Glinde

Die Trassen werden immer noch ausgebaut. Der Fortschritt hängt von der Motivation beteiligter Personen und der Kassenlage ab. Die Finanzierung erfolgt dabei aus dem Kreishaushalt und verschiedenen Fördertöpfen. Zum Beispiel zu 50 % von den Ländern Hamburg und Schleswig-Holstein über den Förderungsfond Nord. Aber auch die Stiftungen der Sparkasse Holstein (Jahresberichte) sind hier zu nennen.

Dann können ab und zu Pressemitteilungen zur Neueröffnung des Teilabschnitts eines Radwanderweges herausgegeben werden (zu Lob und Ruhm der oben angeführten Personen). Nur als Beispiel: Kreis Stormarn, 20.06.2003, “Radwanderweg von Bad Oldesloe nach Trittau wurde eingeweiht”. Na ja, gemeint war wirklich nur ein 1,2 km langer Teilabschnitt …

ah_OLII0391_dxo_0 Grönwohld

ah_OLII0393_dxo_1 Grönwohld

Absperrung1 Grönwohld

Nutzung

Nun werden die Trassen mitnichten nur als Fahrradwege genutzt (auch wenn sie so vermarktet werden).

Sie dienen als innerörtliche Verbindung,

Ah_O12X1207_dxo_1 Glinde

auch wenn sie noch nicht vollständig ausgebaut sind.

ah_OLII0259_dxo_1 Mollhagen

Hunde werden ausgeführt:

Ah_O12X0988_dxo_1 Lütjensee

Und sie werden als Wander- und Spazierwege genutzt; mit mehr oder

bd_NI6_2588_1 Trittau

weniger Publikum.

Ah_O12X1081_dxo_1 Lütjensee

Aber im Endeffekt sind es Radfahrwege.

Nutzung1 Trittau, Langenlohe

Zubehör

Es gibt Richtlinien für die Ausstattung der Wege mit Schildern, Bänken, Tischen, Abfallkörben und so weiter; ich beginne mit den Bänken.

Ah_O12X0603_dxo_1 Trittau

Es ist ja zu unserem Besten, wenn wir Nutzer - ermattet vom Strampeln oder strammen Marschieren - uns zu einer Pause niederlassen können. Eine Stulle verzehren, die Sonne genießen, den Vögeln lauschen können. Leider, leider - ich habe während der ganzen “Am Bahndamm”-Unternehmung nur einmal eine Bank besetzt gesehen. Das war eine fröhliche Gruppe, zu Fuß unterwegs, das Dosenbier dabei, in der Nähe von Trittau. Ich glaube, der Bedarf an Bänken für die angedachten Zwecke wird überschätzt. Andererseits sind eine Reihe von Bänken in den Ortschaften oder in ihrer Nähe fast liebevoll mit Graffiti oder ähnlichen Grafiken überzogen. Ich vermute deshalb, dass Jugendliche zu den Hauptnutzern der Rastensembles gehören.

Aber noch ein konstruktiver Vorschlag: Wenn denn die angepeilten Nutzer haltmachen, möchten sie vielleicht ihr Wanderfahrrad (das mit den Packtaschen) anlehnen können. So etwas fehlt meistens. Eventuell könnten in der nächsten Ausbaustufe solche Anlehnmöglichkeiten installiert werden.

Ah_O12X1044_dxo_1 Lütjensee

Ah_O12X1193_dxo_1 Glinde

Baenke1 Bank-Tisch-Abfallkorb-Ensemble

Es gibt nicht nur das Bank-Tisch-Abfallkorb-Ensemble, auch ganze äh, Jausenstationen sind aufgebaut. Es soll acht solcher überdachten Rastplätze geben.

bd_OLY31972_1 Dwerkaten

bd_OLY52090_dxo_1 Langenlohe

Man beachte im obigen Bild als Besonderheit die Anlehnmöglichkeit für Fahrräder mit Packtaschen.

Manchmal sind die Abfallkörbe (fast) eigene Kunstobjekte; hier hätte Wladimirow Jawaschew Christo seine Freude dran.

bd_OLY52073_dxo_0 Langenlohe

Schilder

Im schon erwähnten Radverkehrskonzept “Fahrradfreundliches Stormarn” ist auch die Ausschilderung als verbesserungswürdig aufgeführt und wie es sich trifft, hat man Fördertöpfe gefunden. Mithilfe einer Zuwendung des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative ( www.klimaschutz.de und www.ptj.de/klimaschutzinitiative-kommunen ) und einer Zuwendung aus Mitteln des Förderfonds Hamburg/Schleswig-Holstein der Metropolregion Hamburg ( www.metropolregion-hamburg.de ) erfolgt eine Neueinrichtung eines Wegweisungssystems für den Radverkehr auf rd. 300 Streckenkilometern, vernetzt mit der vorhandenen Beschilderung von weiteren ca. 200 Streckenkilometern ( Kreis Stormarn ).

Die Strecken sind insofern reich beschildert, untergliedert in Arm-, Tabellen- und Zwischenwegweiser-Standorte. Klar, die Wegweiser braucht man. Es kann schon verwirrend sein, wenn sich Wege kreuzen, der eine Weg laut Karte (bald) gabelt, die Hauptstrecke oben auf dem Damm verläuft, aber der Weg unter eine Brücke abbiegt (unteres Bild).

Schilder1 Wegweiser

Manchmal sind die Vorfahrtszeichen eher üppig aufgestellt. Muss bei kreuzenden Feld- oder anderen Radwegen eigentlich die Vorfahrt angezeigt werden, reicht nicht rechts vor links? Meiner Meinung nach führt diese Schilderdichte nur dazu, dass die Zeichen ziemlich bald nicht mehr beachtet werden.

Schilder2 Siek, Trittau, Lütjensee

Das nächste Bild zeigt am Hohenfelder Damm, Trittau die Unterbrechung des natürlichen Verlaufs einer Bahntrasse. Ursprünglich führte die Linie über die Möllner Straße in Richtung Schwarzenbek. Teile des Damms und eine Brücke wurden abgetragen, der Unterhalt wäre wohl zu teuer geworden. Die Radfahrer müssen nun einen kleinen Umweg fahren, um - nicht auf den alten Damm, der ist zugewachsen - aber auf den Weg daneben zu gelangen.

bd_NI6_2479_1 Trittau

Die Situation damals zeigt ein Messtischblatt von 1954.

TrittauVorburg Trittau

Die Situation heute zeigt Googles Aufnahme.

TrittauVorburg2 Trittau

Die Beschilderung der Radwanderwege ist, wie beschrieben, in Größe und Ausführlichkeit abgestuft; hier sind es die Kurzhinweise.

Schilder3 Kleine Wegweiser

Der Kreis Stormarn hat 2012 und 2013 neunzehn Schautafeln an den Trassen aufstellen lassen, die Karten und etwas Text zur Geschichte der Linien enthalten - illustriert durch historische, oft auch ortsbezogene Fotos.

bd_OLY31968_1 Grönwohld

Tafeln1 Schautafeln

Sonstige Schilder mit Bahnbezug findet man überall entlang der Linien:

bd_OLY11634_dxo_1 Trittau

Schilder4 Glinde

Ah_O12X1508_dxo_1 Hoisdorf

Diese beiden Bilder will ich nicht vorenthalten.

OLY90688_1 Hamfelde

Das “Aumühle”-Ortsschild wurde zur Befestigung des Radweges bei Hamfelde verwendet. Ein schönes Beispiel zur innovativen Verwendung von für den ursprünglichen Zweck nicht weiter brauchbaren Materialien - wie es bei den Bahnlinien/Fahrradwegen ja auch geschehen ist.

Ah_O12X0629_dxo_1 Und dieses als Rätselbild …

Gebäude

Neben den Trassen sind die Gebäude - und hier die Bahnhöfe - die markantesten Überbleibsel der Linien. Das nächste Bild zeigt die von mir gefundenen Namen. Leider ist nur der Schriftzug “Trittau” halbwegs authentisch. “Bahnhof 1” ist der Name einer Gaststätte, “Bahnhof Hoisdorf” prangt am ehemaligen Bahnhofsgebäude in Hoisdorf. So schön das Gebäude renoviert wurde, Mit Förderung, versteht sich. bei “echten” Bahnhöfen und Haltestellen wird nur der Ortsname angezeigt.

Gebäudenamen

Nichtsdestoweniger, es ist hübsch gemacht und gepflegt - deshalb zeigt das nächste Bild das “Bahnhofsgebäudenschild” Hoisdorf nochmal bei unterschiedlichen Lichtverhältnissen … Ein Bild des ganzen Gebäudes findet sich im folgenden Abschnitt.

Namen2 Hoisdorf

Bahnhöfe

Beginnen wir mit Trittau. Das nächste Bild zeigt den Bahnhof der “Staatsbahn”-Linie Schwarzenbek/Oldesloe - die Kreisbahn hatte ein eigenes, kleineres Gebäude (das ist abgerissen und überbaut; siehe unten). Die Größe des Gebäudes ist wesentlich auf die unterschiedlichen Wagenklassen bei der damaligen “Staatsbahn” zurückzuführen. Vier Klassen = vier Warteräume - jedenfalls im Prinzip. Die Räume wurden natürlich in unterschiedlicher Anmutung und Größe ausgeführt. Wie es wieder so schön in Wikipedia heißt: “Aus Sicht der Betriebswirtschaftslehre ist die Unterteilung in Wagenklassen ein Ansatz sowohl zur Preisdifferenzierung als auch zur Produktdifferenzierung “.

bd_OLY11599_dxo_1 Trittau

Das Schwarz-Weiß-Foto zeigt den alten Zustand. Außen wurde demnach ziemlich originalgetreu renoviert.

_0515562261 Trittau

Den alten Zustand zeigt auch das Messtischblatt von 1954. Gebäude und Gleise der “Staatsbahn” sowie Gebäude, Grundstück und Trasse der Kreisbahn sind noch vorhanden.

Trittau_Bahnhof_alt Trittau

Laut aktuellem Google-Bild ist hier nun ein neuer Ortsteil entstanden.

Trittau-Bahnhof-Google Trittau

Die “Staatsbahn” hat überwiegend in Backstein gebaut: Lebte im oberen Stock eigentlich der Stationsvorsteher?

Ah_O12X1402_dxo_1 Gröhnwold

Die Kreisbahngebäude waren bescheidener angelegt.

Hier in Hoisdorf verliefen die Gleise hinter dem Haus. Die Straße davor heißt “Ladestraße” (siehe unter “Schildern”).

Ah_O12X1501_dxo_1 Hoisdorf

Das nächste Bild zeigt (vermutlich) den Bahnhof Vorburg-Trittau.

bd_NI6_2480_1 Trittau

Zum Stilvergleich der nicht mehr vorhandene Bahnhof in Lütjensee; man beachte die Tür- und Fensterbögen.

_4145131195 Lütjensee

Andere Gebäude

Außer den Bahnhofs- und Haltestellengebäuden gab es jede Menge Streckenwärterhäuschen (zur Bedienung von Schranken und so weiter). Die Gebäude sind zum Teil seit Generationen im Besitz der Familien. Bei einer Gelegenheit habe ich insofern den Enkel eines ehemaligen Streckenwärters hinter seinem Streckenwärterhäuschenvorgartenzaun getroffen (und sachdienliche Hinweise erhalten, nochmals vielen Dank dafür) …

Die Gebäude sind jedenfalls gefragt, und werden immer wieder renoviert und umgebaut.

Gebaeude1 Damker

Nebengebäude, Verladestationen

Die Bahnlinien waren, wie schon beschrieben, auch für den Güterverkehr wichtig.

In Siek läuft der Radweg zwischen dem Ex-Bahnhofsgebäude auf der linken Seite und einer Verladestation. Damals führte vor dem Holzgebäude noch ein weiteres Gleis bis zu einer Rampe.

Ah_O12X0591_dxo_1 Siek

Stark umgebaut dient dieser Anbau jetzt als Verwaltungsgebäude:

ah_P7260029_acr_1 Möhnsen

Verladerampen findet man öfters.

Rampen1 Möhnsen, Schwarzenbek

Ah_O12X1796_dxo_1 Bad Oldesloe

Man kommt um die Ecke und sieht die Rampe …

Rampen2 Möhnsen

Stammt die Schwarz-Weiß-Aufnahme aus Trittau? Das aktuelle Farbfoto zeigt jedenfalls die Rückseite des Trittauer “Staatsbahnhofs”.

Rampen3 Trittau

Details

Die folgenden Bilder sollen Details im Backsteinwerk zeigen (ein Kunsthistoriker wüsste mehr).

Ah_O10X2508_dxo_1 Schwarzenbek

Ah_O10X2510_dxo_1 Schwarzenbek

Ah_O12X1406_dxo_1 Grönwohld

Details1 Damker

Die Dachkonstruktion des ehemaligen Bahnhofs Siek ist noch erhalten. Einiges am Mauerwerk und an den Fenstern/Eingängen wurde jedoch verändert.

Bahnhof Siek Siek

Die Holzbauten der Ex-Verladestation Siek sind vermutlich bald abgängig. Sie strahlen inzwischen den morbiden Charme des Vergänglichen aus :-)

Bahnhof Siek2 Siek

Dieses Teil steht vor dem ehemaligen Bahnhof in Gröhnwold. Vielleicht hing die Kelle des Stationsvorstehers dran; hm, oder eine Laterne?

Ah_O12X1404_dxo_1 Grönwohld

Sonstige Bauwerke

Es gibt natürlich eine Menge anderer Bauwerke: Durchlässe für Bäche, Treppen zur Inspektion der Durchlässe, Überführungen, Sielbauten und so weiter.

andereBauwerke Trittau

Fotografisch “ergiebig” ist der Durchlass für die Bille in der Nähe von Hamfelde Das waren - soweit ich es erinnere - die ersten Bilder, die ich für dieses Projekt aufgenommen habe (daraus hat sich eine Menge Arbeit entwickelt …). . Unten mit (Durch-)Blick über die Niederung.

BilleBruecke Hamfelde

Details der dazugehörigen Brücke für den Fahrradweg, der neben dem zugewachsenen Bahndamm verläuft.

BilleBrueckeDetails Hamfelde

Andere Reste

Metallenes

Zuallererst wären Gleise interessant gewesen. Tatsächlich habe ich nur einmal ein Ministück Gleis gefunden; wegen der Rarität musste es aus zwei Richtungen aufgenommen werden. Es bleibt rätselhaft, warum diese Schienen nicht abgeräumt wurden - vielleicht wegen der Betonummantelung?

Schienen1 Damker

Waren dies die Reste einer Absperrung, bei der in die Schienaussparungen ein Balken gelegt wurde? Der Balken würde die Überquerung der Trasse verhindern; aber dann - nur auf einer Seite? Andererseits - solange kein Zug durchfährt, sieht man die Sperre “von beiden Seiten”. Wohl doch eine pragmatische Lösung.

Schienen2 Glinde

Schienen als Zaunpfähle sieht man schon öfter.

Schienen3 Damker, Grönwohld

Liegend dagegen nur einmal Hm, bei näherer Betrachtung: Ist es wirklich eine Schiene - oder nur ein gewöhnlicher H-Träger? .

bd_NI6_2672_acr_1 Damker

Dies ist eine besondere Kostbarkeit: ein Sprengring, gefunden in Glinde. Sieht man ihm nicht das Alter und die Beanspruchung an? Aufgenommen wurde er mit einem Makroobjektiv. Genutzt wurde das sog. Fokusstacking; dabei werden acht Aufnahmen von der Kamera automatisch mit jeweils leicht verschobener Entfernungseinstellung genommen und dann ineinander gerechnet. Das entstandene Bild muss noch ein wenig bearbeitet werden, aber man hat als Ergebnis ein Foto mit grosser Schärfentiefe.

Sprengring Glinde

Zum Größenvergleich nochmals mit einem 1-Cent-Stück aufgenommen.

Ah_O12X1626_1 Glinde

Steinernes

Folgend der einzige gesehene Originalkilometerstein - der Einzige auf den ganzen Strecken. In einem Bericht von 2010 waren mehr gemeldet, aber andere haben das wohl auch gelesen. Und so zieren manche Steine vielleicht einen Vorgarten …

bd_NI6_2570_1 Trittau

Der schwarze Klumpen im nächsten Bild ist ein Juwel in seiner Art. Ein Originalschotterstein, gefunden auf einer abgeräumten, aber noch nicht ausgebauten Trasse in Glinde.

Ah_O12X1231_dxo_1 Glinde

Hier folgen viele Juwele: die Originalpflasterung vor einem ehemaligen Bahngebäude in Damker. Man sieht, dass der jetzige Besitzer sich dessen bewusst ist und die Pflasterung schonend wieder mit Sand auffüllt.

bd_NI6_2674_acr_1 Damker

Und nun haben wir ganz viele Juwelen. Dies sind die Reste eines Brückenbauwerks bei Dwerkaten. Es muss sich damals gelohnt haben, eine Brücke zu bauen. Jetzt ist leider nicht mehr zu erkennen, was die kreuzungsfreie Überführung bedingte. Auch ein Messtischblatt von 1955 gibt nichts her. Sicher, da ist ein Weg quer zur Trasse …

bd_OLY31966_1 Dwerkaten

Die Markierungssteine und Fundamente/Träger im nächsten Bild sind wegen der lieben Vollständigkeit aufgenommen.

Einzelsteine Steinernes

Und was ist dies? Es erinnert an eine Zuganzeige …

bd_NI6_2697_acr_1 Brunsbek

Hölzernes

Nun, überwiegend sind Schwellen erhalten geblieben; in zweiter Linie verbautes Holz, das - wenigstens eine Zeit lang - gepflegt wurde. Nachfolgend einige Schwellen.

Schwellen Hölzernes

Die gekürzten Schwellen im nächsten Bild dienen als Stütze eines kleinen Walls; integriert ist eine Pforte. Die Schwellen sind auch bald abgängig …

TorUndStuetze Trittau

Hier ist es eine Gemengelage aus verschiedenen Materialien. Altes Mauerwerk, Gehwegplatten und Schwellen. Aber - hat man damals so etwas gebaut/verwendet?

bd_NI6_2675_acr_1 Damker

Zäune

EinZaun Brunsbek

Dieser Zaun - aus zwei Richtungen aufgenommen - steht an einer Ex-Bahnlinie. Das Alter der Zaunpfähle stimmt, ob das Streckmetall aus der Zeit stammt? Zaunbauer müsste man sein.

Folgend einige Bilder aus einem anderen Zaunensemble.

2Zaunpfaehle Siek

Auch dieses Tor (nur ein Ausschnitt) gehört dazu.

Ah_O12X0673_dxo_1 Siek

Dies sind jeweils unterschiedliche Zaunpfähle aus der Sammlung. Wo wären wir, wenn sich nicht jemand um die Dokumentation von verfallenden Betonpfählen kümmern würde. Man meint noch den feinen, fernen Hauch des schon lange verflogenen Dampfes zu erahnen, wenn man sich über das Armiereisen beugt … Tja, das ist ein Satz, was?

3Zaunpfaehle Siek

Linienendpunkte

Wenn man sich entlang der alten Trassen bewegt, kommt man auch an deren Endpunkte, nicht wahr? Trittau und Glinde sind etwas anders zu sehen, als Bad Oldesloe und Schwarzenbek, die immer auch Durchfahrtsbahnhöfe waren und sind. Deshalb zeigen die Bilder der beiden ersten Orte Reste und die überbaute Trasse. In den beiden anderen Endpunkten ist es “lebiger” Bahnverkehr.

Das nächste Bild zeigt in Trittau den neu hergerichteten “Staatsbahnhof”.

bd_OLY11636_dxo_1 Trittau

In Glinde hat man die alte Trasse ab dieser Kita und ihrem Spielplatz überbaut - dann folgt auf der anderen Straßenseite die Feuerwehr.

GlindeEnde Glinde

Schwarzenbek ist so wie

Ah_O10X2518_dxo_1 Schwarzenbek

Bad Oldesloe ein Durchgangsbahnhof.

Ah_O12X1829_dxo_1 Bad Oldeslohe

Ah_O12X1819_dxo_1 Bad Oldeslohe


Am Bahndamm

Das war die Pflicht - nun die Kür :-)

Nach diesem ganzen technischen Kram nun etwas ganz anderes - nämlich Landschaft, Bäume und Wasser …

Landschaft

Felder und Weiden

Die Fahrradwege führen zum großen Teil durch landwirtschaftlich genutztes Gebiet; eine leicht gewellte, eiszeitlich geformtes Landschaft. Das Bild rechts unten zeigt dagegen ein von Menschenrädern eingeebnetes Areal …

Felder1 Damker, Siek, Brunsbek

Die Knicks gehören hier in Schleswig-Holstein dazu. Im Knick des unteren Bildes war eine Nachtigall zu hören - ich schwörs. Immerhin relativ selten hier in der Gegend.

Knicks Siek

Wiesen und Weiden sind jedenfalls typisch für die Gegend.

Weiden1 Siek, Lütjensee, Glinde

Im folgenden Bild sind 3 (in Worten drei) Kraniche enthalten. Das sind diese drei Punkte rechts im Bild. So geht es zu, wenn man mit einer ungeeigneten Objektivauswahl unterwegs ist …

bd_OLY91689_dxo_1 Siek

Rapsfelder sind im Frühjahr ein vertrautes Bild. Hier über den Köller Teich hinweg aufgenommen.

bd_OLY31984_1 Dwerkaten

Aber ich brauche nicht zu geizen; es folgt eine Raps-Collage.

Raps Raps

Wasser

Ich kann hier keinen der großen Seen der Gegend zeigen - sie liegen zu weit entfernt von den Trassen. Die Ansage war: Direkt-am-Ex-Bahndamm oder ungefähr-fünf-Minuten-fußläufig-entfernt.

Deshalb noch mal der Köllerteich. Ja, stimmt, fast das gleiche Bild wie eben - sehr aufmerksam. Aber das obere ist ein wenig durch Zweige eingefasst und das Motiv ist etwas verschoben.

bd_OLY31987_dxo_1_Koellerteich Dwerkaten

Tja, zeigen diese vier Bilder den Trittauer Mühlenbach?

TrittauAu Trittau

Dies ist jedenfalls die Bille bei Hamfelde. Die Aufnahmen entstanden gegen Abend; bei der oberen schien die Sonne direkt unter die Brücke und ergab diese Lichtstimmung.

Bille2 Hamfelde

Hier ist der Mühlenteich in Trittau zu sehen. Das obere Foto zeigt den kleinen Wasserfall am Ablaufwehr, das untere, nun ja, ein Schilfbüschel.

Muehlenteich Trittau

Bäume

Nun zu den Bäumen: Die Frage erhebt sich, zuerst den Wald und dann die Bäume? Ich beginne mit Einzelbäumen - die Wälder folgen. Bäume sind übrigens großartige Fotoobjekte: Sie haben eine vernünftige Größe, wackeln meistens nicht so stark und laufen nicht fort. Und sehen oftmals ganz passabel aus.

Einzelbäume

Rechts unten eine Art High-Tech-Baum - er harmoniert sehr gut mit einem Lichtmast der Sportanlage Glinde.

Einzelbaeume1 Lütjensee, Brunsbek, Glinde

Im oberen Bild beachte man den (kleinen) Halbmond, im unteren den Dunst, der alles verschwimmen lässt. Und natürlich die perfekt gewachsene Krone von Einzelbäumen.

Einzelbaeume2 Dwerkaten, Lütjensee

Zwei Bäume, bei denen die mittleren Lagen auch im Mittelpunkt stehen.

Einzelbaeume3 Gröhnwold, Trittau

Details

Kommen wir zu Baumdetails. Die Verzweigungen und Verdrehungen des Astwerks haben einen gewissen grafischen Reiz, nicht wahr?

Einzelbaeume4 Verzweigungen

Haha, der aufmerksame Betrachter hat bestimmt gemerkt, dass im oberen Bild eines der vier Teilbilder kein Astwerk zeigt …

Mit den beiden folgenden Bildern soll eine Art “Kontrapunktik” Hm, kann man das so sagen? des Bildaufbaus vermittelt werden.

Einzelbaeume5 Trittau

Folgend einige Aufnahmen von blühenden Bäumen.

bd_NI6_2700_1 Brunsbek

Nicht ganz sortenrein, dieser Set. Immerhin, es sind alles Kulturpflanzen.

Blueten1 Lütjensee, Hoisdorf, Glinde

Um doch noch mal auf die Trassen zurückzukommen - der abgebrochene Zweig mit weißen Blüten lag auf dem schwarzen Fahrweg (die Abendsonne vergoldete den Asphalt).

Blueten2 Damker, Lütjensee

Wir sind hier eigentlich bei Bäumen - jaja. Aber die Buschwindröschen blühten direkt unter Bäumen (wie man unten sieht). Und direkt neben der Trasse.

Blueten3 Lütjensee

Die meisten Bäume tragen Früchte:

Fruechte Mollhagen

Berankt

Wir verlassen nun für einen Moment die Bäume und ihre Teile und wenden uns Bewohnern zu (pflanzlichen, versteht sich). Das allgemeine Motiv fiel mir irgendwann auf, und tatsächlich, es gibt Bezirke, in denen manche Schlingpflanzen Leider habe ich keinen Efeu-Sommerwurz ( Wikipedia ) auf Efeu gesehen. sehr häufig vorkommen. Ob sie sich entlang der Bahnlinien fortbewegen?

bd_OLY11612_dxo_1.jpg Trittau

berankt Lütjensee, Brunsbek

bd_NI6_2601_1 Trittau

Tja, in Teilen ist der alte Bahndamm von den Schlingpflanzen überzogen.

berankt2 Hamfelde

Rinde

Wieder zurück zu Baumteilen - hier der Rinde.

Solche überwulsteten Astlöcher findet man häufiger.

Ah_O12X1016_dxo_1 Lütjensee

Die Rinde von alten Bäumen kann sehr zerklüftet sein. Am beeindruckendsten war die Eiche links unten - und am nützlichsten für mich. Ich konnte mich während eines Schauers unterstellen.

Rinde1 Trittau, Lütjensee, Siek

Und noch mal Rindendetailaufnahmen.

Rinde2 Trittau, Langenlohe

Baummarkierungen

An den Trassen stehen eine Menge markierter und beschrifteter Bäume. Die Markierung hier ist allgemein verständlich, wenn auch ungewöhnlich. Trittau zählt seine Bäume also auf diese Art. Man beachte den Aluminium- oder Edelstahlnagel (so werden die Bäume nicht geschädigt).

Ah_O12X1472_dxo_1 Trittau

Diese Aufschrift ist vermutlich eine Nachricht an die Mitwelt: Free?? Ich hätte weiter um den Baum herumgehen sollen. Aber er steht an der Kante einer der hohen Bahntrassen - man sieht weit unten in der Tiefe die Straße.

Ah_O12X1045_dxo_1 Lütjensee

Aber was mögen diese Aufschriften bedeuten? Für Forstzwecke, sicher. Auffällig ist, dass entlang der Linien verschiedene Abkürzungen verwendet werden. Andere Förster, andere Markierungen?

Baummarker Lütjensee

Rätselhaft …

Ah_O12X1091_dxo_1 Lütjensee

Bäume fallen um oder werden gefällt. Das zeigen die nächsten Bilder von

Stapeln und Stubben

Stapel1 Lütjensee, Hamfelde

Stubben1 Hamfelde, Siek, Langenlohe

Wald

Vom Bahndamm in Trittau über die Niederung in Richtung Hahnheide aufgenommen. Die Abendsonne vergoldet auch hier die Bäume.

bd_NI6_2584_1 Trittau

Manche Wälder sind am besten im Frühjahr aufzunehmen. Wegen des besseren Durchblicks, nicht wahr?

Wald1 Trittau, Lütjensee

Dieser Graben ist auf alten Karten noch als Bach eingetragen. Seitdem ist viel Wasser durch die Entwässerungsleitungen gelaufen (im Hintergrund übrigens der Bahndamm).

Wald2 Trittau

Dann haben wir hier die Anmutung eines Waldweges. Tja, sieht nur so aus. Unten rechts fließt der Trittauer Mühlenbach in seiner Niederung, links steht nur ein schmaler Baumstreifen. Aber die Schatten sehen doch ganz hübsch aus.

bd_OLY01369_1 Trittau

Als Abschluss der Baummotive eine Kastanienreihe mit Vogelkästen in unterschiedlicher Perspektive.

Zunächst von hinten

Ah_O12X0995_dxo_1 Lütjensee

dann von vorn.

Kaesten Lütjensee

Bauwerke

Die Vogelkästen leiten organisch zum nächsten Thema über, den Bauwerken.

Die Bauten in diesem Set wirken noch irgendwie naturnah: Schutzhüttenrohbauten, Vogelkästen für die schweren Bruten, ein Garten- und ein Baumhaus.

Naturnah Trittau, Glinde, Dwerkaten

Während dies ein stattliches, solides Gebäude ist. Für einen aufstrebenden Ort genau richtig.

Hotel Glinde

Hier dagegen sieht man den Zahn der Zeit nagen - wenn auch diverse Plomben appliziert sind. Auf jeden Fall wirkt die Ausstattung uneinheitlich.

Der Gegensatz zum Bild darüber ist natürlich gesucht.

bd_OLY31979_1 Dwerkaten

Dies mögen Lagerräume sein. Für den edlen Pferdesport im oberen, für den Garten im unteren Teil?

Lagerraum Trittau, Hamfelde

Ist dies der zum Lagerraum mit Ständern und so weiter (obiges Bild) gehörende Turnierplatz?

bd_NI6_2595_1 Trittau

Gebäude mit technischen Gerätschaften (man vergebe mir meine Unkenntnis) findet man ab und zu.

Technik1 Lütjensee

Das geht natürlich auch bescheidener.

bd_OLY52093_dxo_1 Langenlohe

Die Silos fand ich fotografisch beeindruckend, dazu gab’s ein sehr schönes Licht.

ah_P7260023_dxo_1 Möhnsen

Silos1 Möhnsen

Das Wiegehäuschen noch einmal aus einer anderen Sicht.

ah_P7260019_acr_1 Möhnsen

Und die Lagerhalle.

2Tore Möhnsen

Beim folgenden Bild habe ich überlegt, ob es drin bleibt. Einerseits hat es seinen grafischen Reiz durch die asymmetrische Bildaufteilung, die gebrochenen Farben und die Linienführung; andererseits ist da diese große, irgendwie leere Fläche und eine Null-Aussage. Hm ja, also es bleibt.

ah_P7260011_acr_1 Möhnsen

Details

Kunst

Hier haben wir eine Plastik (also eigentlich eine Eisenskulptur) aus Glinde. Die Stößel im unteren Teil sollen womöglich die Kolben einer Dampflokomotive symbolisieren? Jedenfalls sehr nett und schnörkellos gemacht. Das festgeschweißte Kanteisen im oberen Bildteil ist vermutlich mit dem Fundament verbunden. So kann die Plastik auch nicht abhandenkommen - form follows function …

Stoessel Glinde

Zwischen Sportplatz und Kindergarten - eine spielende, tanzende Kindergruppe.

Ah_O12X1244_dxo_2 Glinde

Und auf dem Gelände der Kita links daneben dieses Holzgesicht.

Ah_O12X1245_dxo_1 Glinde

Diese Gips-/Pappmache-Figur auf Drahtgeflecht hing in einem Baum in der Nähe des Ex-Bahndamms in Trittau - nebst einigen anderen. In gewisser Weise ansprechend, vergänglich und rätselhaft. Ein Werk einer Einzelperson oder einer Gruppe, vielleicht eines Werkkurses?

bd_NI6_2623_1 Trittau

Details

Folgend eine Collage verschiedener Objekte. Das verbindende Element sind runde Hohlformen: Leuchtturmmodelle http://www.leuchtturmbau.de , Brunnenschacht und hohler Zaunpfahl.

Objekte1 Dwerkaten, Trittau

Die Feuerwehr Glinde taucht noch einmal mit ihren Attributen auf:

FeuerwehrGlinde Glinde

Da wir bei der Farbe Rot sind: Diese beiden Fotos sind hier nur wegen des ähnlichen Rots der Motive enthalten :-)

Rottoene Mollhagen, Lütjensee

Folgend eine Sammlung von Spielplätzen entlang der Bahnlinien. Dazu kommen in diesem Fotoessay noch zwei weitere Bilder mit solchen Plätzen. Interessant, diese Häufung. Aber es sind wohl Objekte, die erst spät auf eine kommunale Agenda kamen Hat wohl auch mit dem gesellschaftlichen Wandel zu tun … und erst realisiert werden konnten, als Platz und Förderung da waren.

Spielplatz1 Mollhagen, Glinde, Langenlohe, Glinde

Hier haben wir eine kleine Sammlung von Zäunen und Toren. Manche Leute wollen ihr Anwesen damit verschönern, manche haben mehr Sinn fürs Praktische.

Zaeune2 Glinde, Mollhagen, Trittau, Gröhnwold

Es folgen einige Sets mit Schildern .

Diese hier sind wegen des Gegensatzes klein und groß zusammengefügt.

Schilder1 Lütjensee, Glinde

Zwei Schilder ohne Inhalt,

Schilder6 Hamfelde, Glinde

und fünf mit Inhalt.

Schilder7 Hamfelde, Glinde, Trittau

Graffiti hatte ich ja schon erwähnt. Im Prinzip streiten sich bei dem Thema die Geister.

Einerseits geraten viele Werke in die Nähe des visuellen Mülls; dass sie oft nicht gegenständlich ausgeführt sind - geschenkt (jagut: “PFREN!” im nächsten Beispielbild ist doch gegenständlich).

Ah_O12X1046_dxo_0 Lütjensee

Andererseits sind sie häufig ganz konkret und professionell herausgearbeitet.

Graffitti1 Dwerkaten, Hoisdorf, Brunsbek, Glinde

Auch die Adlerfreunde am Bahndamm haben ihre Tags beziehungsweise Symbole hinterlassen.

Adler Langenlohe, Glinde

Tierfriedhof

Der Tierfriedhof befindet sich in Trittau in einem alten Buchenwald - ein angemessener Platz. Man gelangt am besten über diesen Aufgang hinein.

Man beachte in diesem Bild die Meise auf der elften Stufe … wirklich!

bd_NI6_2491_1 Aufgang zur Stätte

Es ist nichts parzelliert und alles sehr naturnah gehalten. Aber man findet eine Reihe von kleinen Grabsteinen.

bd_NI6_2499_1 Mütze

FriedhofsSteine1 Grabsteine1

FriedhofsSteine2 Grabsteine2

Das Ganze ist mehr oder weniger aufwendig. Der Grabstein und die weißen Steine für Percy mussten ja heraufgebracht werden.

FriedhofsSteine3 Percy

Aber alles ist vergänglich.

Ah_O12X1490_dxo_1 Vergängliches1

Ah_O12X1486_dxo_1 Vergängliches2

Frischer Blumenschmuck ist vorhanden - es war Frühling.

bd_NI6_2493_dxo_0 Ein Blumenstrauss

Tja, schon anrührend, nöch?

bd_NI6_2515_1 Das letzte Spielzeug

FriedhofsLampen Friedhofslampen

bd_NI6_2516_1 Für den letzten Dienst

Aber es wurden auch zwei Decken zurückgelassen …

FriedhofsDecken Trittau

Und eine Jeans …

Ah_O12X1488_dxo_1 Trittau

Und damit schließe ich:

Ah_O12X1822_dxo_1 Ende

Anlage 1

Ich möchte mich an dieser Stelle nochmals bei allen bedanken, die (hm, sagen wir, zumindest indirekt) dazu beigetragen haben, dass dieser Essay halbwegs materialreich erscheint. Ich bin ja beileibe nicht der Erste, der zu dem Thema etwas veröffentlicht hat.

An erster Stelle ist der Kreis Stormarn http://www.kreis-stormarn.de/ zu nennen, der die Bahnlinien und die Fahrradwege gebaut hat und unterhält. Abgesehen von den Bau- und Planungseinheiten haben sich Marketing und Öffentlichkeitsarbeit hervorgetan.

Ich habe vieles auf Wikipedia gefunden - aber man schaue sich zum Beispiel auch die Diskussionen zu den bahnstreckenbezogenen Artikeln an. Dort gibt es eine Menge Leute mit hoher Sachkenntnis (Ausspreche Respekt).

Es besteht ein aktiver Förderverein für die Kreisbahn “Förderverein Südstormarnsche Kreisbahn e.V.” http://www.suedstormarnsche-kreisbahn.de/ , Ansprechpartner Heiko Meusch. Auf der Website sind viele Informationen, die detaillierte Geschichte der Kreisbahn, aber auch sehr viele Bilder über die Kreisbahn zu finden. Tröstlich war ebenfalls ein Hinweis über die Urheberschaft bei manchen im Internet flottierenden Fotos. http://www.suedstormarnsche-kreisbahn.de/5.html

Ich verweise auf Dr. Achim Bartoscheks immens umfangreiche Website “Bahntrassenradeln” http://www.bahntrassenradeln.de/ zum Thema Bahntrassen-Radwege. Dort sind sehr gute Streckenbeschreibungen und Detaildaten zu finden. Vor allem basiert das Ganze auf persönlichem Erleben - die Strecken wurden selbst befahren. Die Linie Bad Oldesloe/Trittau findet man unter http://www.bahntrassenradeln.de/details/sh2_06.htm .

Die Site von Karsten Leiding “Gleismann” http://www.gleismann.de/ habe ich eifrig studiert. Zunächst zum Thema: Die Bahnstrecke Bad Oldesloe/Schwarzenbek ist unter http://www.gleismann.de/13.stillgelegt/13-p-text.html beschrieben.

Aber ich habe auch “Gleis 13h und i” mit Interesse gelesen. Diese (inzwischen ebenfalls stillgelegte) Linie habe ich vormals als Fahrschüler benutzt …

Einige Infos und Bilder sind auf der Seite “geschichtsspuren.de” https://www.geschichtsspuren.de/forum/viewtopic.php?t=12709 zu finden. Zwar von 2009-2014, aber die Linien sind ja stillgelegt …

Anlage 2

Einige Fragen und Antworten zu den Grundlagen:

F: Womit knipsen Se denn?
A: Hier mit Nikon- und Olympuskameras. Ich nehme grundsätzlich im Rohformat auf, also dem, was der Sensor direkt abliefert. Die Bildqualität wird besser und der Spielraum bei der Bearbeitung ist grösser Klingt schön und gut, aber man muss auch die passenden Objektive dabei haben. Hier war das Superweitwinkel nicht ganz angemessen.

ah_OLII0411_dxo_1 Ein Pferd

F: Und dann? A: Das Umwandeln der raw-Dateien in tif-Files passiert im Konverter der Fa. DxO, die Weiterverarbeitung “nach Geschmack” mit ACDSee plus ein paar Photoshop-Filtern. Dann erfolgt die Umsetzung in jpg-Files gewünschter Größe und Qualität.

F: Aha, das sind dann die gezeigten Bilder? A: Ja, diese Files werden als Sets gruppiert oder einzeln verwendet.

F: Und wie kommen die Texte zu den Bildern? A: Nun, man nimmt ein geeignetes Programm und schreibt :-) . Hier ist das Typora; ein auf die Markdown-Syntax Markdown wurde von Daring Fireball entwickelt, die Originalrichtlinien sind hier zu finden. spezialisierter Editor. Der große Vorteil ist, dass dadrin die Bilder (die nur als Verweise vorhanden sind), html-Einschübe und eben die Markdown-Elemente neben dem bzw. im Text sichtbar sind.

F: Wie kommt das Ganze dann in den Browser? A: Aus Typora heraus kann das endgültige html-File (hier index.html) erzeugt werden, das ein Browser dann als Fließtext mit Bildern und Überschriften und so weiter interpretiert.

F: Aha, und diese ganzen Randnotizen und die Bildumrandungen und die unauffälligen Unterstreichungen für Verweise und die Typografie …? A: Das sind zum Teil Stilelemente, die von dem schon genannten Edward Tufte in seinen Büchern und Texten verwendet werden. Dieser Stil ist “bekannt für die extensive Verwendung von Randnotizen, die enge Verknüpfung von Grafik/Bildern mit Text und eine gut aussehende Typografie”.

Solch ein Stil wird heutzutage mit einem css-File realisiert, in dem die Regeln für das Aussehen des Textes festgehalten werden. Der Browser liest das css-File automatisch mit ein. So etwas findet man als Open-Source in den Github-Repositorien: zum Beispiel tufte-
css
. Das css-File wurde dann noch ein ganz klein wenig an den eigenen Geschmack angepasst …

F: Und wo findet man das ganze Werk? A: Auf meiner Website muella7 . Normalerweise zeige ich dort Bilder; aber für “Am Bahndamm” habe ich ein neues Verzeichnis mit dem html-Text, den Bildern, dem css und den Schriften eingerichtet.

F: Ist das nicht alles furchtbar kompliziert? A: Ja :-) Aber ich habe diese Herstellungsweise erst lernen müssen. Bilder und Texte fabriziere ich schon immer, aber eine größere Menge Bilder sinnhaft mit strukturiertem Text zusammenzubringen, war neu (und lehrreich) für mich.

F: Wie lange hat es gedauert? A: Brutto ungefähr anderthalb Jahre, netto anderthalb Monate. Das Fotografieren hat sich halt über längere Zeit erstreckt - immer mal wieder und ohne Druck. Dann habe ich verschiedene Programme ausprobiert, die im Endergebnis ein vorzeigbares html-Bilderbuchformat “ausspucken” sollten. Die gängigen Textverarbeitungsprogramme oder E-Book-Editoren sind da gar nicht geeignet oder geben etwas Suboptimales aus. Ich habe auch sehr viel manuell erledigt - das kostet Zeit. Ich denke, beim nächsten Wurf würde ich viel stärker vorausplanen und mehr durch Scripte automatisieren.


Ich hoffe, dass Sie Spaß an dem Bilderbuch hatten - über Rückmeldungen würde ich mich freuen.

muella7